Katzenfutter im Test
26. Sep 2008 • Rubrik ErnährungDie Tagesrationen, welche die Hersteller von Katzenfutter auf den Dosen und Tüten empfehlen, sind oft zu großzügig bemessen. Das kritisiert die Stiftung Warentest in ihrer Ausgabe 09/2008, für die Feucht- und Trockenfutter getestet wurden.
Von elf Sorten Trockenfutter wurden sieben mit “sehr gut”, die anderen als “gut” bewertet. Davon am billigsten waren “Minou” von Aldi (Süd) und “Coshida” von Lidl mit umgerechnet 5 bzw. 6 Cent pro Tagesration. Die Feuchtfutter kosten deutlich mehr: Die preiswertesten als “sehr gut” eingestuften Marken waren “Yarrah Bio Pâté” mit Huhn (0,97 Euro pro Tagesration), “Gourmet Gold” (1,34 Euro) sowie “IAMS Adult 1+” (2,77 Euro).
Alle 28 Feucht- und 11 Trockenfutter waren als Alleinfutter deklariert. In drei Fällen lasse die ernährungsphysiologische Qualität aber sehr zu wünschen übrig, so die Stiftung Warentest. Sie beurteilte die Sorten “Ja! Zarte Stücke mit Geflügel” von Rewe, “fit+fun Geflügel” von Fressnapf, “Almo Nature mit Thunfisch und Huhn” sowie “Miamor mit Huhn” als unausgewogen.
Almo Nature enthält neben Fleisch bzw. Fisch nur Reis und Wasser. Das Futter enthalte praktisch kein Kalzium, so die Kritik, und zu wenig Linolsäure, Eisen und Zink. Würde ausschließlich “Almo Nature” gefüttert, wären also im Laufe der Zeit Mangelerscheinungen zu erwarten. Katzenfutter muss ausreichend Vitamin A, D und E enthalten sowie ausreichende Zusätze von Taurin.
Eine erwachsene, gesunde Katze mit vier Kilogramm Körpergewicht, die leicht übergewichtig ist, brauche täglich nur etwa 230 Kilokalorien, schreitb die Stiftung Warentest. Die Fütterungsempfehlungen der Anbieter trügen dem aber nur selten Rechnung, seien häufig zu wenig differenziert und manchmal falsch.
Mehr Infos bei der Zeitschrift “test”.
Auch in den vergangenen Jahren gab es wiederholt Tests von Katzenfutter:
Die Redaktion der WDR-Sendung “Tiere suchen ein Zuhause” ließ im Jahr 2002 sieben Dosen- und drei Trockenfutter testen. Im Institut für Lebensmittelkunde, Fleischhygiene und -technologie der Tierärztlichen Hochschule Hannover wurden die anonymisierten Proben untersucht.
Das Ergebnis: Hochwertiges Muskelfleisch war kaum enthalten, stattdessen Formfleisch mit recht hohen Anteilen an Knorpeln, Knochen, Sehnen- und Bindegewebe. Die Mengen an Kalzium und Phosphor waren in den meisten Fällen zu hoch. Im Trockenfutter “Nutro Huhn” wurde mehr Kupfer und Zink gefunden als erlaubt, im Dosenfutter “Sheba Hühnerhäppchen” war zu wenig Magnesium, im Dosenfutter “Felix Kaninchen/Huhn” zu viel Natrium.
Die Redaktion der Zeitschrift ÖKO-TEST ließ für das ÖKO-TEST Jahrbuch 2006 18 Feuchtfutter für Katzen prüfen. Alle Produkte enthielten mehr als genug Vitamin A, drei waren völlig überdosiert. Wie schon der WDR bemängelt auch ÖKO-TEST zu hohe Phosphor- und Kalzium-Werte: “In neun Futtern stecken mehr als ein Gramm Phosphor pro Megajoule (MJ) enthaltener Energie. Das ist mehr als das Vierfache dessen, was die Katze benötigt.”
“Aro Menue mit Geflügel”, “O´Lacy´s saftiges Schlemmer Menü mit Geflügel”, “Funny Cat mit Geflügel” und “Whiskas Bio mit Geflügelhäppchen in feiner Sauce” wiesen laut ÖKO-TEST stark überhöhte Kalziumwerte auf. Mehr Selen, als die Futtermittelverordnung erlaubt, fand sich “in auffällig vielen Produkten”.
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Abwechslung auf den Speiseplan!



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Katzenhalter sollten besonders darauf achten, nicht zu viel Trockenfutter zu geben.
Wenn die Katze aber hauptsächlich TF mag ist viel trinken Pflicht! Zudem sollte wenn möglich ein TF ohne Zuckerzusatz bzw. mit moderatem KH-Anteil gefüttert werden.
Besonders Wohnungskatzen ohne viel Bewegung neigen eher zu Diabetes.