Taurin und seine Bedeutung
14. Mrz 2008 • Rubrik Ernährung
Taurin ist eine freie Aminosäure, die in tierischem Gewebe vorkommt und bei zahlreichen Stoffwechselfunktionen eine wichtige Rolle spielt. Die meisten Säugetiere können Taurin selbst produzieren. Der Körper der Katze ist dazu nur unzureichend in der Lage, weil ihr Taurinbedarf sehr hoch ist. Taurin muss deshalb unbedingt mit dem Futter aufgenommen werden.
Das Taurin benötigt die Katze u.a. für ihr Herz und die Produktion von Gallensalzen. Die Substanz erhält zudem in der Netzhaut des Auges die Funktion der Photorezeptoren aufrecht. Bei Taurinmangel werden deren Zellmembranen brüchig. Erste Schäden treten nach fünf bis sechs Monaten Mangelernährung auf, langfristig kann das betroffene Tier erblinden. Bei Kätzinnen führt Taurinmangel außerdem zu Unfruchtbarkeit.
Hunde müssen kein zusätzliches Taurin mit der Nahrung aufnehmen. Hundefutter kann daher mit einem niedrigeren Fleischanteil und somit billiger produziert werden. Es enthält in der Regel deutlich weniger bis gar kein Taurin und darf deshalb nicht an Katzen verfüttert werden!
Mehr Details über Taurin liefert ein PDF der Universität Würzburg.
Foto: Christian Leberfinger /Photocase



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