Abwechslung auf den Speiseplan!
13. Mrz 2008 • Rubrik Ernährung
Viele Katzen haben ein Lieblingsfutter. Geben wir unserem Tier aber nur dieses eine Futter, bringt das viele Nachteile mit sich.
Die eintönige Kost kann auf Dauer eine Prägung und Angst vor unbekanntem Futter (Neophobie) nach sich ziehen. Die Katze wird andere Futtersorten ablehnen. Das macht spätestens dann Probleme, wenn der Hersteller das Rezept ändert und der Vierbeiner “sein” Futter auf einmal nicht mehr wiedererkennt. Er wird dann die Aufnahme der “neuen” Nahrung verweigern.
Auch im Krankheitsfall kann es nötig werden, die Ernährung der Katze umzustellen. Ist das Tier dann auf eine bestimmte Futtermarke festgelegt, fällt der Umstieg doppelt schwer.
Von Natur aus lieben Katzen die Abwechslung, sie entspricht dem natürlichen Futterwechsel-Mechanismus der Tiere. Dieser verhindert die Prägung auf eine einzelne Nahrungsquelle. Denn das könnte in freier Wildbahn zum Verhungern führen. Diesen Mechanismus können wir unseren Haustieren bewahren, indem wir möglichst verschiedene Futtersorten anbieten.
Wer ein einzelnes Tier hält, kauft besser kleine Futtermengen – auch wenn die Hersteller dafür deutlich höhere Preise verlangen. Aber den Stubentiger aus einem “günstigen” 4-Kilo-Sack zu ernähren bedeutet eben auch, ihm wochenlang keine Abwechslung zu gönnen. Besser ist es, aus drei bis vier kleinen Packungen täglich eine andere Sorte anzubieten. Verweigert das Tier eine bestimmte Sorte dauerhaft, so kann man kleine Mengen auch mal getrost wegwerfen, ohne sich über den finanziellen Verlust allzu sehr ärgern zu müssen.
Bieten Sie einer Katze mit Vorliebe für Trockenfutter auch ab und zu eine kleine Schale Feuchtfutter an und umgekehrt. Je mehr Abwechslung das Tier gewöhnt ist, umso eher wird es gern beide Futterarten kosten. Mit einem möglichst abechslungsreichen Speiseplan lässt sich zudem das Risiko einer Mangelerscheinung oder Überdosierung bestimmter Nährstoffe gering halten.
Foto: Heiko Rafflenbeul /Photocase


